NGZ 19.05.2015

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/grevenbroich/ein-musical-fuer-die-freundschaft-aid-1.5099011

Ein Musical für die Freundschaft

In ihrem Musical beschäftigten sich die Viertklässler eingehend mit dem Thema "Power - gemeinsam sind wir stark". Das Ergebnis ihrer Arbeit zeigten sie jetzt beim Schulfest in der Viktoria-Grundschule. FOTO: Georg Salzburg

           

Grevenbroich. Im Musical unter dem Motto "Power - gemeinsam sind wir stark" haben sich die Viertklässler der Viktoria-Grundschule in einer Projektarbeit mit der Jungen Volkshochschule mit dem Thema "Freundschaft" beschäftigt. Getreu dem Musketier-Motto "Einer für alle, alle für einen" ging es nun auf die Bühne: Das Musical hatte beim Schulfest Premiere. Dabei ging es nicht nur für die Schauspieler hoch her, auch auf dem Schulhof war jede Menge los. Mit Hilfe vieler Eltern und unterstützt von Betrieben aus der Umgebung war dort in wochenlanger Arbeit ein Schulgarten mit Gemüsebeet, grünem Klassenzimmer und Kletterparcours entstanden.

"Das ist kein Vergleich zu vorher und wirklich gelungen", sagte Schulleiterin Gabriele Held und blickte stolz in den neuen Schulgarten. Beim gesamten Projekt ging es darum, die Schulgemeinschaft zu stärken - natürlich auch beim Musical. So lernten sich die eigentlich getrennten Klassen näher kennen, es bildeten sich Freundschaften. "Auf dem Schulhof zeigte die 4a der 4b den Becher-Rap", erzählt Lehrerin Melanie Höfels. Ihre Kollegin Monika Höfges freut sich über den positiven Charakter der Veranstaltung: "Die Kinder bekommen eine Wertschätzung außerhalb des Unterrichts, und auch wir Lehrer lernen sie von einer ganz anderen Seite kennen.

"Dass auch eigentlich stille Schüler auf der Bühne wichtig sind und vor dem Publikum glänzen wollen, zeigte den Grundschülern, wie wichtig es ist, dass man sich vertrauen kann und niemanden außen vor lassen darf - das sind Tugenden, die eine Freundschaft auszeichnen.

Quelle: NGZ

Erftkurier 05.05.2015

http://www.erft-kurier.de/grevenbroich/mit-8222-jack-sparrow-8220-echte-gemeinschaft-kennenlernen-aid-1.5065698

Mit „Jack Sparrow“ echte Gemeinschaft kennenlernen

Kathrin, Matz, Isabell, Peter und Nico zeigen pantomimisch, wie Schüler auf „Teamwork“ reagieren; Von Angst über Begeistgerung bis Langeweile geht der Bogen.

Frimmersdorf. Die Viktoria-Grundschule in Frimmmersdorf kam zum Zuge, weil ihre Leiterin Gabriele Held besonders schnell auf das Angebot der „Jungen VHS“ reagierte. Die machte im Sinne der „politischen Jugendbildung“ ein „niederschwelliges Angebot“ unter dem Titel „Power – gemeinsam sind wir stark“. Was im Verwaltungs-Deutsch stark nach „Gähn“ klingt, ist ein Projekt, dass den Jungen und Mädchen der beiden vierten Klassen echten Spaß macht. Und was in einer Aufführung während des Schulfestes am 16. Mai enden soll. Von Gerhard Müller

Tanzen, Theater, Gesang, Akrobatik und Zirkus sind die Mittel, mit denen Claudia Bodewig von der „Jungen VHS“ rund um das Thema „Gemeinschaft“ arbeitet. Entstanden ist eine lose Szenenfolge, die durch kurze Spielszenen verbunden worden sind.

Unter anderem ist eine Fußball-Show im Programm. Etwas, was die Jungs unbedingt wollten. Nico begründet: „da hast du ja auch eine Mannschaft. Und da ist ja auch Gemeinschaft und Zusammenhalt.“ Die Mädels haben dagegen ihren großen Auftritt bei einem Tüchertanz. Feststecken in Geschlechterbildern? Nein, lacht Claudia Bodewig: „Die Jungs wollten partout nicht mit Tüchern tanzen.“

Dafür gibt es aber auch eine HipHop-Nummer, bei der Jungs und Mädchen „die Aula total verrappen“, wie es Peter bechreibt. Und bei „Fluch der Karibik“ (hier ist Nico „Jack Sparrow“) verwischen sich die Rollen endgültig: Kathrin ist mal Pirat, später aber auch die Inselschönheit die gefangen genommen und entführt wird. Und in dieser Szene geht es wirklich rund: Da wird mit viel Akrobatik das Leben der Piraten gezeigt. Und natürlich wird auch gekämpft. Mit Stöcken, die zu Schwertern werden.

Zwei Stunden in der Woche stehen Claudia Bodewig zur Verfügung (und das seit Anfang Februar), um mit den Kindern für die Aufführung zu üben, aber auch um bei den Kindern etwas in Sachen Sozialverhalten, Kontakte, Gemeinschaft in Bewegung zu bringen. Unterstützt wird sie dabei von den beiden Klassenlehrerinnen Monika Höfges und Melanie Höfels, die vom Start Anfang Februar mit dem Projekt dabei sind.

Jetzt freuen sich die Kinder darauf, das Erarbeitete im Rahmen des Schulfestes Mama und Papa, Oma und Opa, aber auch den jüngeren Mitschülern zu zeigen. Im kommenden Jahr soll dann eine andere Schule zum Zuge kommen.

-gpm.

Quelle: Kurier-Verlag

NGZ 02.05.2015

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/grevenbroich/musical-macht-kinder-selbstbewusst-aid-1.5056640

Musical macht Kinder selbstbewusst

Spielszenen, Tanz und gehören zum Energie-Musical, das alle Viertklässler der Frimmersdorfer Viktoriaschule einstudiert haben. NGZ-Foto: A. Tinter FOTO: Fußball

Grevenbroich. An der Viktoriaschule in Frimmersdorf studieren alle 50 Viertklässler zurzeit ein Energie-Musical ein. Das Motto "Gemeinsam sind wir stark" zeigt sich beim Training: Auch Flüchtlinge, die kaum Deutsch verstehen, machen mit. Von Daniela Buschkamp

Im Fußballtrikot wirbeln die Jungen durch die Aula, zwei Mädchen stehen sich für einen Dialog gegenüber. Zu den Akteuren gehören auch Flüchtlingskinder, die erst seit wenigen Wochen in Grevenbroich sind und kaum Deutsch sprechen. Nach dem Vorbild von Trainerin Claudia Bodewig konzentrieren sich alle Viertklässler auf jede Bewegung und absolvieren komplizierte Schrittfolgen, bis Bodewig klatscht und fröhlich ruft: "Super, prima so!"

Sogar Jungen fürs Tanzen zu begeistern - das schafft Claudia Bodewig von der "Jungen Volkshochschule" mit den Proben für die Musical-Aufführung "Power - Gemeinsam sind wir stark". Das Projekt an der Viktoria-Grundschule ist aus unterschiedlichen Gründen interessant: Es stellt die erste Kooperation zwischen einer Grundschule und der Volkshochschule dar; weitere sollen folgen. "Außerdem verknüpft es Theater, Tanz und Akrobatik mit politischer Bildung", erläutert Projektleiterin Claudia Bodewig.

Wie das gelingt, zeigt ein Beispiel aus den Unterrichtsstunden: So fragt Bodewig die Viertklässler, wer bei der Akrobatikfigur Pyramide wichtig ist. Nach einigen Überlegungen kommen die rund 50 Kinder darauf: "Alle". "Das lässt sich auch auf die Gesellschaft übertragen", erläutert die 60-Jährige. Damit oben einige glänzen können, müsste es andere an der Basis geben.

Glänzen sollen die jungen Akteure beim Schulfest am Samstag, 16. Mai. Um 12 Uhr werden sie in der Aula ihr rund einstündiges Musical präsentieren. "Wir haben unser Schulfest unter das Thema ,Soziales Miteinenader' gestellt", erläutert Schulleiterin Gabriele Held (55). Sie hofft auf zahlreiche Besucher, denn erst seit dem vergangenen Sommer ist die Grundschule mit ihren bisherigen Standorten Neurath und Frimmersdorf unter einem Gebäudedach vereint - und dies ist ein sehr großes. Der Rhein-Kreis Neuss hat hier die frühere Martin-Luther-King-Schule an der Weidenpeschstraße aufgegeben. "Wir freuen uns sehr über die Möglichkeiten, die uns die Schule mit Sport- und Schwimmhalle bietet", sagt die Schulleiterin.

Sie war die erste, die auf das Volkshochschul-Angebot reagierte und an deren Einrichtung jetzt das Projekt startete. "Wir haben uns gemeinsam überlegt, was wir mit den Kindern erarbeiten können", schildert Held. Über einen Zeitraum von insgesamt acht Wochen haben die Viertklässler, unterstützt von ihren beiden Lehrerinnen Monika Höfges (63) und Melanie Höfels (29), an der Aufführung gearbeitet. Was Höfges freut: "Auch Flüchtlingskinder konnten direkt bei dem Musical mitmachen. Es ist toll, was Claudia Bodewig aus den Kindern herausholt."

Was Bodewig hofft: Dass die Viertklässler mehr mitnehmen als Tanzschritte oder Akrobatikfiguren: "Sie sollen erkennen, dass sie sich selbst und anderen vertrauen können." Dazu müssen sie ihre Fähigkeiten erkennen und nutzen und auch auf das Können anderer achten. Für Gabriele Held ist Selbstbewusstsein gerade jetzt wichtig: "In der weiterführenden Schule sind sie demnächst die Kleinen. Doch sie müssen sich nicht verstecken."

Quelle: NGZ

WZ-Newsline 12.08.2014

http://www.wz-newsline.de/lokales/rhein-kreis-neuss/grevenbroich/viktoria-grundschule-lehrer-packen-umzugskisten-1.1714898

Lehrer packen Umzugskisten

Von Alexandra Selzer

Rund 180 Schüler der Viktoria- Grundschule gehen nach den Ferien an der Weidenpeschstraße zur Schule.

                     

Grevenbroich. Für Lehrer und Eltern der Viktoria-Grundschule Frimmersdorf-Neurath standen in dieser Woche zwei Umzüge auf dem Stundenplan. Das Schulgebäude in Frimmersdorf wurde am Samstag geräumt, der Umzug aus den Räumen in Neurath startete am Dienstag.

Nach den Sommerferien beginnt der Unterricht im Gebäude an der Weidenpeschstraße, wo kürzlich die Förderschule Martin-Luther-King auszog. Diese wurde aufgrund sinkender Schülerzahlen mit der Schule am Chorbusch in Dormagen zusammengelegt. Die Viktoria-Schule, die bisher auf zwei Standorte in Neurath und in Frimmersdorf aufgeteilt war, wird im neuen Gebäude räumlich vereint. „Es war eine enorme Belastung, in der großen Pause von der einen zur anderen Schule zu fahren“, erinnert sich Lehrerin Ursula Berning.

Schülervater organisiert Lkw und 16 ehrenamtliche Helfer

Besonders die Lehrer sind für das neue Gebäude dankbar. „Trotz Ferienzeit haben alle mitgeholfen“, sagt Bernings Kollegin Rebekka Pusch. Alle zwölf Lehrer und zehn Eltern haben freiwillig am Samstag beim Auszug aus Frimmersdorf geholfen. „Ein Schülervater arbeitet bei UPS und hat einen Lastwagen und 16 Kollegen organisiert, die uns ehrenamtlich beim Umzug geholfen haben“, erzählt Direktorin Gabriele Held, die mit ihren Kollegen seit den Osterferien Kartons gepackt hat. „Der Umzug war sehr anstrengend, aber wir sind weit gekommen. Die Fachräume sind fertig, jetzt folgen die Klassenzimmer“, erzählt Held.

Auch für die Ausstattung hat es sich gelohnt, denn das neue Schulgebäude besitzt ein eigenes Lehrschwimmbecken. Nach den Ferien müssen alle Räume einsatzbereit sein. Am Dienstag wurde das Kollegium von einem Umzugsunternehmen unterstützt.

Erstklässler starten mit elf neuen Mitschülern aus Allrath

Neben den Erstklässlern aus Neurath und Frimmersdorf werden auch elf Schüler aus der Gemeinschaftsgrundschule Allrath erwartet. „Die Kinder freuen sich auf das neue Gebäude und die Allrather Mitschüler, die sie aus dem Fußballverein und vom Spielplatz kennen“, berichtet Berning.

Die Allrather Grundschule bietet ab September keine erste Klasse mehr an, da die Mindestanzahl von 15 Schülern nicht erreicht wurde. „Am 31. Juli kommenden Jahres schließt die Allrather Grundschule endgültig“, sagt Stadtsprecher Andreas Sterken. Eltern können dann entscheiden, ob die Kinder der höheren Klassen zur Viktoria-Schule gehen sollen. „Die Kapazität dafür ist im neuen Gebäude auf jeden Fall gegeben“, sagt Sterken. Außerdem werde ein Schülerspezialverkehr eingerichtet, der zwischen den Wohnorten und der neuen Schule verkehrt.

Das Frimmersdorfer Schulgebäude wird künftig von der offenen Ganztagsschule genutzt. "In Neurath entscheidet der Dorfentwicklungsplan über das Gelände", sagt Schuldezernent Michael Heesch.

Rheinische Post online 17. Juni 2014

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/grevenbroich/grundschule-bereitet-sich-auf-umzug-vor-aid-1.4317199

Grundschule bereitet sich auf Umzug vor

Grevenbroich. Die Kinder nehmen Abschied vom Schulgebäude in Neurath. Statt an zwei Standorten wird künftig in der Martin-Luther-King-Schule gelernt. Von Sebastian Draxl

Konzentriert schauen die Mädchen und Jungen der Klasse 3b nach vorne zur Tafel. Während sie Mathematik lernen, sind im hinteren Teil des Klassenraums bereits die großen Kartons gestapelt. Seit Monaten bereiten sich Schüler, Lehrer und Eltern auf den anstehenden Umzug nach Frimmersdorf vor. Jedes Buch, jedes Heft und jede Tafel wird eingepackt. In der fünften und sechsten Woche der Sommerferien werden die Kisten in den Nachbarort transportiert. Dort beziehen die Grundschüler das ehemalige Gebäude der Martin-Luther-King Schule. Die Förderschule wird wegen sinkender Schülerzahlen geschlossen - die Kinder müssen künftig nach Dormagen.

Gabriele Held, Schulleiterin der Viktoria-Schule, ist froh, wenn der Stress bald ein Ende nimmt. "Ich glaube, alle Beteiligten sind glücklich, wenn wir in Frimmersdorf angekommen sind", sagt die 54-Jährige. Etwa 80 Schüler werden zurzeit an der Frimmersdorfer Straße in Neurath unterrichtet. Nach den Sommerferien werden rund 190 Mädchen und Jungen die Schule in Frimmersdorf besuchen.

Vor knapp sechs Jahren wurden die beiden Schulen in Neurath und Frimmersdorf zusammengelegt. Seither pendeln die Lehrer. "Der organisatorische Aufwand ist riesig. Wir können immer nur in den zwei großen Pausen oder in Freistunden der Lehrer wechseln. Zwar konnten die Schüler wenigstens an ihrer Schule bleiben. Aber ein Dauerzustand ist das natürlich nicht", sagt Held. Auch sie selbst ist an manchen Tagen mehrfach zwischen Neurath und Frimmersdorf gependelt.

Noch bis zum Jahr 2012 hieß es von Seiten der Stadt, dass die Schule in Neurath ausgebaut wird. Mit dem Beschluss, die Förderschule zu schließen, war allerdings der Umzug nach Frimmersdorf besiegelt. Dort stehen 13 Klassenzimmer, Computer- und Naturwissenschaftsräume sowie eine Sporthalle und ein Schwimmbecken zur Verfügung. 13 Lehrer unterrichten an der Schule. "Wir freuen uns sehr auf das neue Gebäude. Viele Grundschulen träumen von einer solchen Ausstattung", sagt Gabriele Held.

Sie kennt aber auch die Sorgen der Neurather Kinder: "Für die Frimmersdorfer Kinder ändert sich nicht viel. Doch manche Schüler aus Neurath haben eher gemischte Gefühle." Deshalb haben die Lehrer verschiedene Aktionen gestartet. So wurde etwa von der Klasse 3 ein Film gedreht, der die Räume der alten Schule zeigt. Zudem wurden Schüler und Lehrer interviewt. Bei einer anderen Aktion fotografierten die Kinder ihre Lieblingsplätze der alten Schule. "An der neuen Schule hängen wir dann die Bilder der neuen Plätze daneben. So können sich alle an die schöne Zeit erinnern", erklärt Gabriele Held.

Für Schüler aus Neurath und Allrath gibt es nach den Sommerferien einen Schulbus nach Frimmersdorf. Zudem wollen die Schüler das neue Haus mit einem großen Fest seiner Bestimmung übergeben. Morgen heißt es erst einmal Abschied nehmen. Ab 10 Uhr feiern die Grundschüler ein letztes Mal auf dem Gelände der Neurather Schule, bevor dann in den nächsten Wochen endgültig die Kisten gepackt werden.

Quelle: NGZ

FOTO: l. berns