Inklusion an der Viktoria Schule

Neue Integrationsprojekte

VON DANIELA BUSCHKAMP - zuletzt aktualisiert: 11.04.2011

Grevenbroich (NGZ). In Grevenbroich starten Projekte, bei denen Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam lernen. In der Viktoria-Grundschule sind täglich zwei Stunden dafür reserviert; die Katholische Hauptschule setzt diesen Unterricht fort.

 

In der ersten Klasse der Viktoria-Grundschule nimmt MLK-Lehrerin Maria Hermes (r.) täglich mit drei Schülern an zwei Unterrichtsstunden teil. Foto: M. Reuter
 

Gemeinsames Lernen von behinderten und nichtbehinderten Kindern wird an zwei Grevenbroicher Schulen fortgesetzt: Die Viktoria-Grundschule in Frimmersdorf will einen Kooperationsvertrag mit der Martin-Luther-King-Schule, die in den Bereichen Sprache und Lernen fördert, schließen. An der Katholischen Hauptschule (KHS) soll auch im kommenden fünften Schuljahr der integrative Unterricht weitergeführt werden. Heinz-Gerd Schmitz, Direktor der KHS, und Grundschulrektorin Gabriele Held betonen die "positiven Erfahrungen".

Integrativer Unterricht heißt, dass Schüler mit und ohne Handicap die Möglichkeit haben, gemeinsam zu lernen. Im Unterschied zur Inklusion, wie sie die Vereinten Nationen fordern: danach haben alle Behinderten das Recht, an Regelschulen zu lernen. Wird die Behindertenrechtskonvention in Landesrecht umgesetzt, müssen die Kommunen dies umsetzen. Konkret bedeutet dies: höhere Ausgaben. Denn Schulen müssen so mit Lehrern ausgestattet und auch umgebaut werden, dass sie den neuen Anforderungen genügen. In NRW hat der Landtag im Dezember 2010 beschlossen, Inklusion umzusetzen. Als ersten Schritt wurden in dieser Woche Gutachten in Auftrag gegeben.

Viktoria-Grundschule Seit drei Jahren besuchen Kinder, die im Bereich Lernen gefördert werden, regelmäßig den Grundschulunterricht.

KHS Seit 2006 wird an der Hauptschule integrativer Unterricht angeboten, im Schuljahr 2010/11 wird er in den Jahrgangsstufen 7 bis 9 praktiziert.

Dass alle Beteiligten vom gemeinsamen Unterricht profitieren, diese Erfahrung hat Gabriele Held (51) gemacht: "Vor drei Jahren haben wir mit dem Projekt begonnen; es hat sich aus der räumlichen Nähe der beiden Gebäude ergeben." Zurzeit besuchen drei Kinder der Martin-Luther-King-Schule täglich in den ersten beiden Stunden die erste Klasse der Viktoria-Grundschule. "Die Grundschüler erweitern ihre soziale Kompetenz; sie lernen partnerschaftlichen Umgang", betont Held.

Auch Anne Becker, Leiterin der Martin-Luther-King (MLK)-Schule, ist zufrieden: "Beide Seiten profitieren. Unsere Schüler erweitern ihre Kompetenzen in Organisation, Sozial- und Arbeitsverhalten." Im Unterricht begleitet und individuell gefördert werden sie von MLK-Lehrerin Maria Hermes. Sie hat erfahren, "wie gut unsere Schüler integriert sind. Sie verbringen auch oft die Pausen in der Grundschule". Konrektorin Mona Uerscheln ergänzt: "Die Grundschüler nehmen Verantwortung wahr, wie sie es in dieser Form im normalen Unterricht gar nicht könnten."

KHS-Leiter Schmitz betont die besondere Verpflichtung der Hauptschule wegen ihrer christlichen Orientierung: "Schüler mit besonderem Förderbedarf sollen in der Gemeinschaft gefördert werden und ihnen soll das Lernen mit anderen ermöglicht werden."

Die Wissensfabrik an der Viktoria Schule

Umsatz minus Kosten gleich Gewinn: Schüler erleben den Handel hautnah im real,- Markt Grevenbroich

Bildungspartnerschaft „Wissensfabrik“ mit Viktoria-Grundschule Neurath-Frimmersdorf ging in die zweite Runde


Grevenbroich, 06. Juli 2012 – Am vergangenen Donnerstag verkauften 27 Schülerinnen und Schüler der Viktoria-Grundschule im real,- Markt Grevenbroich 90 Flaschen fruchtigen Orangensaft und erwirtschafteten in knapp zwei Stunden rund 124 Euro. Wie professionelle Marktschreier und Kaufmänner priesen die Schülerinnen und Schüler von 09:30 Uhr bis 12:00 Uhr ihre Ware an und schenkten auch Saft zum Probieren aus. Die Aufgaben teilten die Viertklässler vorher auf: Während sich der Finanzchef um das Geld kümmerte, suchten die anderen Kinder die direkte Ansprache zu den Kunden. Bereits am Eingang des real,- Marktes standen Schüler mit selbst gebastelten Plakaten und machten auf ihre „Orangensaft GmbH“ aufmerksam. Auch eine Führung durch den real,- Markt haben die Viertklässler für die Kundengewinnung genutzt. „Wir müssen viel Werbung machen, damit die Leute an unserem Stand auch viel Saft kaufen.“, verkündet Lukas aus der Klasse 4 a. Bereits nach knapp einer halben Stunde war die erste Lieferung des Safts ausverkauft. Die Nachbestellung wurde von den Kindern selbstständig bei ihrem „Lieferanten“ real,- in Auftrag gegeben. „Wir freuen uns sehr über die Bildungspartnerschaft mit real,-. Mit dem Orangensaftverkauf konnten die Kinder ihre im Unterricht gelernten Theoriekenntnisse spielerisch in die Praxis umsetzen. Wirtschaftliche Entwicklungen wurden greifbarer. So lernten die Kinder beispielsweise den Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn kennen.“, so Schulleiterin Gabriele Held. Beim großen Abschlussfrühstück im real,- Markt kam es dann zum Kassensturz: „Umsatz minus Kosten macht Gewinn.“, waren sich die Kinder einig und freuten sich sehr über die Einnahmen von 124 Euro, mit der sie ihre Klassenkasse aufbessern. 


„In Zeiten des Fachkräftemangels ist es uns besonders wichtig, die Nachwuchsförderung frühzeitig anzugehen. Um Kinder im Grundschulalter zu erreichen, versuchen wir die betriebliche Praxis spielerisch und hautnah zu vermitteln.“, so Alexa Meißner, Teamleiterin Elektro und Medien sowie Ausbildungspartnerin im real,- Markt Grevenbroich.

„ProFi“ (Projekt Firma) – Das Unternehmensplanspiel
In der Woche vom 18. bis 22. Juni stand bei den Schülerinnen und Schülern neben Mathematik, Deutsch und Sport auch das Unternehmensplanspiel „ProFi“ (Projekt Firma) auf dem Lehrplan. Das Projekt zielt darauf ab, den Kindern wirtschaftliches Denken und Handeln zu vermitteln. Innerhalb des Planspiels gründen Schüler ihr eigenes Unternehmen und lernen die Arbeitsprozesse von der Produktion bis zum Verkauf kennen. Dabei werden die Grundzüge des Wirtschaftskreislaufs praxisnah und spielerisch vermittelt. Mit dem Verkauf von Orangensaft im real,- Markt wurde der Praxisteil des Planspiels abgedeckt. 

Über 90 Unternehmen und Stiftungen machen sich in der Plattform Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e.V. für mehr Bildung und Unternehmertum in Deutschland stark. Im Rahmen von mehr als 2.200 Bildungspartnerschaften engagiert sich das Netzwerk für die Vermittlung von Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaft. Einen Schwerpunkt bildet die frühkindliche Bildung, also die Zusammenarbeit mit Kindergärten und Grundschulen. 

Außerdem unterstützt die Wissensfabrik junge Unternehmer im Rahmen eines Mentorenprogramms bei ihren ersten Schritten in die Selbstständigkeit. Gemeinsam mit dem Handelsblatt veranstaltet die Wissensfabrik den Gründerwettbewerb WECONOMY.

Gartenbauverein 05.03.2012

Frühjahrsputz der Stadt Grevenbroich

Wie jedes Jahr beteiligten sich die Mitglieder des Gartenbauvereins Neurath am Frühjahrsputz der Stadt Grevenbroich.
Bereits am 29.02.2012  sammelten die Kinder der Klasse 4b der Viktoria-Grundschule rund um das Schulgelände den Müll auf. Die Mädchen und Jungs hatten sichtlich Spaß dabei und wurden anschließend mit leckeren Donuts für ihre Mühe und Arbeit belohnt.

http://gartenbauverein-neurath.de/category/vereinsleben/

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