Neuer Spielplatz für die Viktoria Schule

Beitrag von RP Online vom 27.09.2019

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Von Sebastian Draxl

Neuer Spielplatz für die Grundschule in Grevenbroich-Frimmersdorf

Ein großes Projekt wurde jetzt an der Victoria-Grundschule verwirklicht: 18 Auszubildende und neun weitere Mitarbeiter der Sparkasse Neuss sowie rund ein Dutzend Eltern und Lehrer errichten in dieser Woche einen Spielplatz auf dem Pausenhof in Frimmersdorf. Dabei entsteht ein Klettergerüst mit Rutsche, eine Kletterwand und einer Lounge sowie ein Balanceparcours. Bereits lange vor dem Start der Arbeitswoche durften die Kinder der Grundschule das Projekt mitgestalten. Unterstützt wird es von der Stadt und Firmen aus Frimmersdorf und Neurath.

„Wir sprechen verschiedene Sprachen und greifen nach den Sternen“ lautet das Motto des neuen Spielplatzes auf dem Pausenhof. Gemeint sind dabei vor allem die unterschiedlichen Nationalitäten, die an der Schule in Frimmersdorf  zu finden sind. „Aus 16 Nationalitäten kommen unsere Schüler. Wir sehen dies als sehr wertvolle Ressource im Schulalltag“, sagt Schulleiterin Gabriele Held. 169 Jungen und Mädchen vor allem aus Frimmersdorf, Neurath und Allrath besuchen die Grundschule.

Grundschüler in Frimmersdorf war vor einigen Jahren  auch Lukas Schröck. In dieser Woche kehrt der 18-jährige an seine alte Schule zurück. Allerdings nicht mit Schulranzen, sondern mit Arbeitshose und Werkzeugkoffer. Der Frimmersdorfer ist im ersten Lehrjahr seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse Neuss. Das Unternehmen ist seit mehreren Jahren im Bereich Spielplatzbau engagiert. „Wir nutzen die Woche als Projektwoche für unsere Auszubildenden und angehenden Führungskräfte. Diese können beim Bau unterschiedliche Fähigkeiten wie Teammanagement oder Mitarbeiterführung erlernen, die später im Beruf wieder wichtig sein können“, erklärt Mechthild Juchelka, die das Projekt zusammen mit Jasmin Friedrich aus dem Bereich Personalentwicklung betreut.

Begeistert ist auch Ines Romic, die ebenfalls ihre Ausbildung bei der Sparkasse absolviert. „Es ist eine willkommene Abwechslung zur eigentlichen Tätigkeit. Und wenn man dann die strahlenden Kinder sieht, die sich auf den neuen Spielplatz freuen, motiviert das noch viel mehr“, sagt die 20-Jährige. Auf dem Spielplatz sollen die Kinder in Zukunft ihre Pausen verbringen. Dabei soll es auch um das gegenseitige Miteinander gehen. „Wir sind eine Inklusionsschule. Das soziale Miteinander steht bei uns im Vordergrund. Deshalb sind einige Spielgeräte so gestaltet, dass die Kinder sich unterstützen müssen“, erklärt Lehrerin Michaela Stoeck-Jakobi.

Viel Hilfe bekommt die Schule auch von Eltern und Firmen aus dem Ort. „Unsere Mitglieder des Förderverein unter der Leitung von Stephanie Gerth und Nicole Cremer stehen diese Woche jeden Tag bereit und versorgen uns mit Speisen und Getränken und lösen alle großen und kleinen Probleme“, sagt Gabriele Held nicht ohne Stolz. Eröffnet wird der neue Spielplatz am Freitag um 12.30 Uhr. Am Samstag feiern Eltern, Lehrer und Schüler dann gemeinsam beim Schulfest.