Erftkurier 05.05.2015

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Mit „Jack Sparrow“ echte Gemeinschaft kennenlernen

Kathrin, Matz, Isabell, Peter und Nico zeigen pantomimisch, wie Schüler auf „Teamwork“ reagieren; Von Angst über Begeistgerung bis Langeweile geht der Bogen.

Frimmersdorf. Die Viktoria-Grundschule in Frimmmersdorf kam zum Zuge, weil ihre Leiterin Gabriele Held besonders schnell auf das Angebot der „Jungen VHS“ reagierte. Die machte im Sinne der „politischen Jugendbildung“ ein „niederschwelliges Angebot“ unter dem Titel „Power – gemeinsam sind wir stark“. Was im Verwaltungs-Deutsch stark nach „Gähn“ klingt, ist ein Projekt, dass den Jungen und Mädchen der beiden vierten Klassen echten Spaß macht. Und was in einer Aufführung während des Schulfestes am 16. Mai enden soll. Von Gerhard Müller

Tanzen, Theater, Gesang, Akrobatik und Zirkus sind die Mittel, mit denen Claudia Bodewig von der „Jungen VHS“ rund um das Thema „Gemeinschaft“ arbeitet. Entstanden ist eine lose Szenenfolge, die durch kurze Spielszenen verbunden worden sind.

Unter anderem ist eine Fußball-Show im Programm. Etwas, was die Jungs unbedingt wollten. Nico begründet: „da hast du ja auch eine Mannschaft. Und da ist ja auch Gemeinschaft und Zusammenhalt.“ Die Mädels haben dagegen ihren großen Auftritt bei einem Tüchertanz. Feststecken in Geschlechterbildern? Nein, lacht Claudia Bodewig: „Die Jungs wollten partout nicht mit Tüchern tanzen.“

Dafür gibt es aber auch eine HipHop-Nummer, bei der Jungs und Mädchen „die Aula total verrappen“, wie es Peter bechreibt. Und bei „Fluch der Karibik“ (hier ist Nico „Jack Sparrow“) verwischen sich die Rollen endgültig: Kathrin ist mal Pirat, später aber auch die Inselschönheit die gefangen genommen und entführt wird. Und in dieser Szene geht es wirklich rund: Da wird mit viel Akrobatik das Leben der Piraten gezeigt. Und natürlich wird auch gekämpft. Mit Stöcken, die zu Schwertern werden.

Zwei Stunden in der Woche stehen Claudia Bodewig zur Verfügung (und das seit Anfang Februar), um mit den Kindern für die Aufführung zu üben, aber auch um bei den Kindern etwas in Sachen Sozialverhalten, Kontakte, Gemeinschaft in Bewegung zu bringen. Unterstützt wird sie dabei von den beiden Klassenlehrerinnen Monika Höfges und Melanie Höfels, die vom Start Anfang Februar mit dem Projekt dabei sind.

Jetzt freuen sich die Kinder darauf, das Erarbeitete im Rahmen des Schulfestes Mama und Papa, Oma und Opa, aber auch den jüngeren Mitschülern zu zeigen. Im kommenden Jahr soll dann eine andere Schule zum Zuge kommen.

-gpm.

Quelle: Kurier-Verlag